Rhyquiem
Im Bourbonfass vollendet, gewinnt unser Weizen Doppelbock «Rhyquiem» an wärmender Tiefe. Ein vielschichtiger Genuss mit edlen Vanille- und Eichenholznoten.
Stammwürze: Alkohol:
Hefe:
Hopfen:
Reifung:
Bittere:
Farbe:
Gebinde:
19.0 °P
8.5 % Vol.
Obergärige Hefe W-68
Edelhopfen: Saphir,
Mittelfrüh
mehrere Monate im
Bourbonfass
IBU 16
Rotbraun
Champagner-Flasche 0.33 Liter
Bierbeschreibung
Im Glas steht Rhyquiem dunkel bernsteinfarben bis mahagonibraun. Die Reflexe warm, fast kupfern. Der Schaum cremig, fein, zurückhaltend – als wüsste er, dass hier Tiefe wichtiger ist als Höhe. In der Nase Vanille aus dem Bourbonfass, dunkler Honig, reife Banane, etwas Trockenpflaume. Dahinter Eichenholz, ein Hauch Karamell und dezente Röstaromen.
Der Antrunk ist voll, weich, fast ölig in seiner Textur. Die Süsse des Weizen Doppelbocks trägt – doch sie wird vom Fass eingefangen. Holz, leichte Tannine, ein Anflug von Whiskeywärme strukturieren das Bild. Alkohol wirkt nicht scharf, sondern eingebunden, wärmend. Mit jedem Schluck öffnen sich neue Schichten: dunkle Schokolade, Toffee, etwas Rosine, eine feine Würze aus der Eiche. Der Nachhall ist lang. Trocken werdend. Wärmend. Kein Dessertbier. Kein Experiment. Ein Werk. Rhyquiem. Vom Rhein getragen. Im Fass vollendet.
Geschichte
Manche Biere entstehen. Andere reifen. Rhyquiem beginnt als kraftvoller Weizen Doppelbock – tief verwurzelt in bayerischer Brautradition. Hoher Weizenanteil, konzentrierte Stammwürze, warme Hefearomatik. Ein Bier mit Substanz, mit Geduld, mit innerer Ruhe. Doch dann kommt das Fass. Ein ehemaliges Bourbonfass, durchzogen von Vanille, Karamell und amerikanischer Eiche. Holz, das bereits Geschichte getragen hat, wird zur zweiten Bühne dieses Bieres. Zeit ersetzt Hefeaktivität. Ruhe ersetzt Bewegung. Der Doppelbock tritt ein – und verändert sich.
Was zuvor kräftig und malzbetont war, wird komplex. Was warm war, wird tief. Was strukturiert war, wird vielschichtig. Rhyquiem ist kein lauter Auftritt. Es ist ein Nachklang. Ein Bier, das Zeit braucht. Und Zeit belohnt. Wie ein Requiem – nicht traurig, sondern würdevoll. Ein stilles Werk mit grosser Wirkung.
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