Bijou Märzen
Der perfekte Begleiter für Grillgerichte vom Rind und Schwein, Vesperplatten und Eintöpfe.
Stammwürze: Alkohol:
Hefe:
Hopfen:
Reifung:
Bittere:
Farbe:
Gebinde:
Preis:
13.5 °P
5.6 % Vol.
Untergärige Hefe 34/70
Edelhopfen: Chinook, Cascade
6 Wochen kalte Reifung
IBU 23
Kupfer
Longneck 0.33 Liter
CHF 2.50 / Flasche
Bierbeschreibung
Nehmen wir an, den Münchner Postboten Aloysius würde es wirklich geben. Dann wäre er vermutlich neugierig genug, einmal über den Tellerrand – oder besser: über die Stadtgrenze – hinauszublicken. Und so müsste er irgendwann in Rheinau stehen und schauen, was dort gebraut wird.
Im Glas vor ihm: Bijou. Kupferfarben leuchtet es im Licht, mit warmen Reflexen und einer feinporigen, stabilen Schaumkrone. Schon optisch kein gewöhnliches Märzen, sondern ein Bier mit Tiefe und Substanz. In der Nase zeigen sich ehrliche Malzaromen – Brotkruste, Biskuit, ein Hauch Karamell –, begleitet von einer dezenten, strukturierten Hopfenblume, die Eleganz verspricht. Der Antrunk ist voll und rund, getragen von einer harmonischen Malzbasis. Doch nichts wirkt schwer oder süsslich. Eine präzise geführte Bittere bringt Spannung ins Spiel, ordnet ein, balanciert aus.
Tradition ist hier deutlich spürbar – aber sie wird nicht kopiert, sondern mit Respekt neu interpretiert. Bijou ist ein prämiertes Bier. Nicht einfach ausgezeichnet, sondern verdient. Gebraut in ehrfürchtiger Anlehnung an die bayerische Märzen-Tradition – und zugleich mit der Klarheit und Präzision moderner Braukunst geführt. Im Nachhall bleiben Wärme, Eleganz und ein bemerkenswerter Trinkfluss.
Kein folkloristisches Festbier, sondern ein Charakterbier, das seine Geschichte kennt und dennoch selbstbewusst seinen eigenen Weg geht. Vielleicht würde Aloysius das Glas absetzen, leicht nicken und anerkennen: Tradition lebt – wenn man sie weiterdenkt. Und der Rhein trägt sie weiter.
Geschichte
Bevor es Kältemaschinen gab, war Bier eine Frage der Jahreszeit. Untergärig brauen konnte man nur in den kalten Monaten – zwischen Michaelis und Georgstag; im Sommer ruhten die Sudhäuser. Die Brauer lagerten ihre Biere in tief in die Erde eingelassenen Kellern, gefüllt mit Natureis aus Flüssen und Seen. Kiesboden isolierte, Kastanienbäume spendeten Schatten und ihre flachen Wurzeln schützten die Gewölbe.
So entstanden in Bayern die ersten Biergärten. Was als technische Notwendigkeit begann, wurde zur Kultur: Die Menschen sassen über den kühlen Kellern, brachten ihre eigene Brotzeit mit – weil König Maximilian I. Joseph von Bayern 1812 den Verkauf von Speisen untersagte – und tranken das, was den Sommer über durchhalten musste. Das letzte Bier vor Beginn der warmen Monate wurde deshalb kräftiger eingebraut: Mehr Malz, mehr Hopfen, mehr Haltbarkeit. Im März gebraut – das Märzen war geboren.
Im Herbst wurden die Keller geleert, woraus Feste und schliesslich Traditionen entstanden. Bijou steht in genau dieser Linie. Tiefgold bis kupfern leuchtend, mit einer stabilen, feinporigen Krone, erinnert es an jene Biere, die Geduld brauchten. In der Nase finden sich warme Malzaromen wie frisches Brot, Biskuit und ein Hauch Karamell.
Am Gaumen präsentiert es sich vollmundig und strukturiert, getragen von einer sanften Malzsüsse, die von einer präzisen Hopfenbittere eingefangen wird. Es ist kein schweres Festbier und kein folkloristisches Klischee, sondern ein Märzen, das die Geschichte kennt – und sie weiterträgt wie der Rhein.
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